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Mein Leben und Arbeiten mit Tieren
Alles findet in einem großen Haus in München statt. Auf insgesamt
350 qm Wohnnutzfläche leben und arbeiten wir.
Wir, das sind zur Zeit: Mein Fotolehrling Kevin, je nach Termin- und
Auftragsvolumen, zusätzlich eine weitere Praktikantin, meine Person
und last not least das Wichtigste überhaupt- unsere tierischen Freunde
und Modelle.
Dazu zählen: Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Wellensittiche, in den
letzten Jahren auch eine Hundemutter mit
acht Welpen und natürlich meine Katzen, die zum Teil fest bei
mir leben.
Hier bei mir im Haus werden auch alle Tierkinder aufgezogen
und wachsen so von Anfang an im engen Kontakt zu uns- und auch zu anderen Menschen
(Kindern und Erwachsenen) auf. Dadurch werden alle meine Tiere in ihrer wichtigen
Sozialisierungsphase positiv auf menschlichen Kontakt geprägt.
Dies ist nicht nur eine wichtige Voraussetzung dafür, um mit den Tieren
stressfrei vor der Kamera arbeiten zu können. Es ist auch eine Grundvoraussetzung
dafür, dass die Tierkinder bei der späteren Vermittlung ihren neuen
Menschen vertrauensvoll und freundlich aufgeschlossen entgegen kommen. Besonders in
der Heimtierhaltung wünschen wir uns ja zutrauliche- und keine nervösen,
ängstlichen und scheuen Tiere.
Das Fotostudio im Haus ist für unsere Tiermodells dann
zumeist mehr eine Art erweitertes Wohnzimmer, in dem sie sich genauso ungezwungen
bewegen, wie in einem der anderen Räumlichkeiten im Haus.
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Vor allem Katzen (und nicht nur sie) reagieren äußerst sensibel,
wenn sie sich im fremden Terrain befinden und geraten- außer sie sind
noch recht klein und ungezwungen - dadurch schnell in Stress. Um jedoch all
ihre vielfältigen Verhaltensweisen beobachten- und dann
auch fotografisch darstellen zu können, ist es erforderlich, sie dazu nicht
aus ihrer vertrauten Umgebung heraus zu reißen. Und nur durch das
tägliche Zusammenleben mit ihnen kann auch ich all die praktische
Erfahrungen in Haltung, Pflege und artgerechten Umgang sammeln, die ich seit
über 25 Jahren - durch ständige Weiterbildung ergänzt - dann auch
an die Leser(innen) meiner Ratgeber weitergeben kann. Und auf Grund dieser
Praxiserfahrung bin ich auch in der Lage, die vielen Leseranfragen
zu beantworten, da ich zumeist ziemlich genau weiß, wo den Haltern der
"Schuh drückt".
Alltag mit Tieren heißt eben auch, täglich die
vielen kleinen und großen Probleme zu lösen, angefangen von der
erforderlichen Sauberkeit, gesunden Ernährung bis hin zur liebevollen
Betreuung, auch bei Krankheit. Ein manchmal nicht zu unterschätzender
logistischer Aufwand, der viel Zeit, Platz und auch finanzielle Mittel
erfordert.
Immer wieder fragen mich Menschen, wie mir einzelne Motive
in meinen Büchern oder Kalendern gelingen. Man sähe den Fotos an,
dass die Darsteller mit Freude mitgearbeitet haben.
Nun - weil ich so und nicht anders mit meinen Tieren lebe und
arbeite.
Bei sehr ungewöhnlichen Motiven, wie z.B. "Puma putzt Katze"
(siehe oben) oder bei anderen seltenen Verhaltensweisen (Kaninchenkampf), halte
ich ausschließlich Lifeszenen fest, die so vor der Kamera stattgefunden
haben. Dies ist manchmal sehr schwierig, aber eben die Herausforderung, die
mich als Fotografin immer wieder reizt. Auch wenn Bildbearbeitung am Computer
uns viele Wege eröffnet hat zur kreativen Gestaltung. Eine gelungene
Fotoaufnahme entsteht immer noch hinter der Kamera durch den, der sie bedient.
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