Angelina und die Hundewelpen –

Von wegen Katz & Hund

Miau, ich heiße Angelina, das Engelchen und bin eine Samtpfote. Aber nicht so eine gewöhnliche Hauskatze, sondern eins der 7 Fotomodelle, die im Haus von Monika Wegler leben. Und die ist Tierfotografin und Buchautorin, ganz lieb zu uns, aber manchmal auch ein bisschen verrückt. Nicht, dass ich mich beklagen will, denn meine Menüs sind echt gourmetmäßig. Wir alle bekommen viel Krauli und langweilig ist es auch nicht hier im Haus.

Doch vor 3 Monaten nahm mein Frauchen so ein eigenartiges Wesen auf, das ich nie zuvor gesehen hatte. Nennt sich Hund, ist schrecklich groß und riecht ganz komisch. Aisha, so heißt die, kommt von der Straße aus Rumänien. Kein Wunder, das die kein Benehmen hat. Schlingt ihr Futter immer runter, als hätte sie Angst zu verhungern. Und kätzisch versteht Aisha auch nicht. Wedelt immerzu mit ihrem Schwanz, wenn sie uns freundlich begrüßt. Bei uns Katzen bedeutet dies aber: Habe Stress und werde gleich ärgerlich. Na ja, wir haben uns dann doch noch irgendwie verständigen können und angefreundet. Immerhin bin ich multikulti und komme auch mit den 2 Kaninchen im Haus ganz gut aus.

Doch dann wurde Aisha immer dicker und dicker und schließlich wurde in meinem Wohnzimmer so eine Wurfkiste aufgestellt. Und nicht genug, dass dafür mein Kratzbaum ins Schlafzimmer musste. Eines Morgens schmatzte und fiepte es aus dieser Kiste. Und weil ich als Katze nun mal von Natur aus neugierig bin, hab ich mich leise angeschlichen und reingeschaut. Da lagen lauter noch komischere Wesen drin. Sahen aus wie Würstchen mit viel zu großem Kopf und Stummelbeinchen. Ich bin sicher, so hässlich habe ich nach meiner Geburt nicht ausgeschaut! Aber was kann Katze schon von einem Hund erwarten ohne Stammbaum, der sich ständig auf der Straße herumgetrieben hat!

Doch die kleinen Wesen waren so verlockend warm, kuschelig und rochen beim Näherhinschnuppern auch noch nach Milch. Nun ja, ich gestehe, da bin ich eben fremd gegangen. Wie das bei uns Katzen so üblich ist, hab ich ihnen freundschaftlich das Fell geputzt und bin dann meist mitten unter ihnen friedlich eingeschlafen. War echt eine schöne Zeit, auch wenn Hundekinder beim Schlafen immer so zucken, manchmal auch fiepen oder wuffen. Wovon die bloß träumen?
Doch wie so oft im Leben, war dieser Friede nicht von Dauer.
Die 8 Welpen, so nennen Zweibeiner die Hundekinder, wuchsen und wuchsen. Und nun mit 7 Wochen, machen die morgens, wenn sie raus wollen und Hunger haben einen Lärm, dass es nicht zum Aushalten ist für meine sensiblen Gehörgänge. Ohren angelegt und die Treppe hoch geflitzt nach oben in die Küche – meine einzige Chance. Dort dürfen die Welpen nämlich nicht hin. Und wissen Sie auch warum? Weil die mit 7 Wochen immer noch nicht stubenrein sind. Pfui, diese Hunde! Meine Geschwister und ich, sind schon mit 4 Wochen auf die Toilette gegangen. Doch diese Ferkel, pardon Welpen, hinterlassen überall kleine Pfützen! Neulich bin ich mit meiner Pfote versehentlich in eine hineingetappt. Nie wieder! Sahne von der Pfote abschlecken ist ja okay, aber so etwas, igittigitt!

Doch einmal am Tag bekommen die Welpen was ganz Leckeres: Quark, Hüttenkäse, Eigelb und einen Löffel Honig dazu. Hhhmmm! Dann springe ich schnell in den Auslauf und schlemme mit. Doch wehe, wenn ich zu lange drinbleibe. Hat mich diese ungezogene Suse doch sonst am Schwanz gezogen und der Benny ins Ohr gezwickt. Nix da, ich hoch auf den Spielkarton und dann bekamen beide mit meiner Pfote eine aufs Maul. Nein, nicht mit ganz ausgefahrenen Krallen, nur so ein bisschen. Immerhin kann ich mir als Katze nicht alles von diesen Rüpeln gefallen lassen, oder?!
Nun aber genug erzählt, muss jetzt unbedingt noch meine Katzenwäsche erledigen und dann ein bisschen relaxen. Dies ist mir ganz wichtig. Und wenn Sie mehr über uns Samtpfoten wissen wollen, dann schauen Sie doch mal in das Buch rein Katzenkinder entdecken die Welt, fotografiert und erzählt von meinem Zweibeiner. Und nicht zu vergessen, die Geschichte mit den Hundewelpen können Sie nachlesen in dem Buch: Hundekinder entdecken die Welt.