Kleine Kätzchen im Cocktailgals

monika-wegler1Ein Porträt der Tierfotografin Monika Wegler

Gefährliche Raubtiere, Eisbären in der Arktis, wilde Elefantenbullen und giftige Schlangen: Tierfotografen leben gefährlich und riskieren für den gelungenen Schnappschuss schon einmal Leib und Leben. Dafür ist den Globetrottern und Abenteurern unter den Fotografen Bewunderung und Anerkennung für ihre geduldige und entbehrungsreiche Arbeit sicher.

Im Gegensatz dazu erarbeiten sich die Fotografen von Mieze, Mops & Co. ihr Renommee eher im Stillen. Heimische Haustiere in Szene zu setzen ist auf den ersten Blick wenig spektakulär. Jeder kennt die Vierbeiner, viele halten sie bei sich zu Hause und wer eine Kamera hat, hat seine lieben Gefährten sicherlich schon häufig genug abgelichtet.

Führende Heimtierfotografin Europas

monika-weglerMonika Wegler hat sich auf Heimtierfotografie spezialisiert und man könnte sie dennoch oder gerade deswegen als Abenteurerin bezeichnen. Seit 30 Jahren setzt die ausgebildete Fotografin und Tierliebhaberin Hunde, Katzen und Kaninchen mit ihrer Kamera professionell in Szene. Sie hat sich ihrer Arbeit mit Haut und Haaren verschrieben und sich auf diese Weise eine führende Position unter den Heimtierfotografen Europas gesichert. Wer den Namen Monika Wegler googelt, erhält 166 000 Treffer. Unzählige Ratgeberbücher und Kalender hat sie bisher bei renommierten Verlagen veröffentlicht. Allein bei Heye gibt es in der Edition 2011 24 Tierkalender von ihr im Programm: vom Wellensittich über Hamster und Kaninchen bis hin zu Hunden und Katzen, vom Lesezeichen- und Postkartenkalender über Familienplaner bis hin zum Posterkalender.

 

Fotografieren, bloggen, Bücher schreiben …

Wer mit der temperamentvollen Powerfrau spricht, hat das Gefühl, ihr Tag müsse mindestens 48 Stunden haben. Sie fotografiert nicht nur, sie schreibt die Texte für die Ratgeber alle selbst, in denen sie ihr umfangreiches Wissen im Umgang mit Haustieren weitergibt. Sie bloggt, bildet Fotografennachwuchs aus und kümmert sich liebevoll um ihre zahlreiche Katzen, mit denen sie in einem großen Haus mit Garten in Gröbenzell lebt … Und sie lässt ihre Katze Angelina über sich sagen, sie sei „manchmal ein bisschen verrückt“.

 

tierische-momenteNatürlich und entspannt

Das familiäre Zusammenleben unter einem Dach mit ihren Katzenmodels beispielsweise ist Voraussetzung dafür, dass ihr die Tiere vertrauen und sich stressfrei vor der Kamera verhalten. Sie werden nicht aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und dadurch ganz natürlich dargestellt – Monika Wegler fotografiert keine künstlichen Posen und keine Kätzchen im Cocktailglas. Das anrührende Covermotiv des Heye Kalenders „Tierische Momente für Katzenfreunde 2011“ beispielsweise lässt diese Vertrautheit und Hingabe erahnen.

kaninchenkinderWie fotografiere ich ein Kaninchen?

Mit viel Sinn für Humor widmet sich Monika Wegler den großen Herausforderungen beim Fotografieren kleiner Tiere: Kaninchen ablichten zum Beispiel ist wie Flöhe hüten. Auf ihrer Website findet sich eine Anleitung: „Suchen Sie Ihr Kaninchen unter dem Sofa und nehmen ihm das Telefonkabel aus dem Maul. Platzieren Sie Ihr Kaninchen auf den vorbereiteten Platz und gehen zur Kamera. Vergessen Sie den Platz und kriechen Ihrem Kaninchen auf allen Vieren nach. Stellen Sie die Kamera wieder hin und locken Ihr Kaninchen mit einer Möhre. Nehmen Sie ein Taschentuch und reinigen Sie das Objektiv vom Nasenabdruck …“

Wegler exklusiv bei Heye

Alle neuen Bilder, die Monika Wegler mit ihrer Kamera einfängt, werden zunächst exklusiv in den Heye Kalendern veröffentlicht. Die gute Zusammenarbeit mit den Kalendermachern aus Unterhaching hat sie zu diesem Schritt bewogen.

freche-wellisClaudia Knauss, Vorsitzende der Geschäftsführung im KV&H Verlag, betont die besondere Bedeutung von Monika Wegler, um auf dem unübersichtlichen Markt von Tierkalendern Akzente setzen zu können:

„Katzen-, Hunde- und Pferdekalender gehören zu einem Kalenderverlag wie die Butter aufs Brot. Daher ist das Angebot sehr groß und geht über alle Preisklassen und Formate. Umso wichtiger ist es, sich von den zahlreichen Kalendern am Markt abzuheben. Mit Monika Wegler, die schon seit vielen Jahren als anerkannte Heimtierfotografin und Autorin von Ratgebern eine große Anhängerschaft hat, haben wir vor nun mehr schon sieben Jahren eine außergewöhnliche Autorin für das Heye Programm gewonnen. Jahr für Jahr haben wir mit ihren Bildern, die sie extra und exklusiv für unsere Kalender fotografiert, unser Programm an Tierkalendern von der Katze übers Kaninchen bis zum Wellensittich ausgebaut und erweitert. Wir freuen uns auf eine weiterhin so gute Zusammenarbeit für die nächsten Kalenderjahrgänge.“

Auch Christine Wehling, Leiterin der Heye-Redaktion, freut sich über die gute Zusammenarbeit:

„Mit Frau Wegler haben wir eine Autorin gewonnen, die unglaublich engagiert für ihre Produkte arbeitet – und die von der Konzeption bis zum Verkauf des fertigen Kalenders immer nach dem Optimum strebt. Dass dieser Einsatz sich absolut auszahlt, sieht man am großen Erfolg der Heye Kalender.“

Monika Wegler im Interview

wegler-monikaLiebe Frau Wegler, wie sind Sie dazu gekommen, Tiere zu fotografieren?

Ich bin von klein auf mit Tieren aufgewachsen und wollte eigentlich Tierfilmerin im Urwald werden. Durch meine Ehe und die Kinder bin ich dann aber zur Heimtierfotografie gekommen. Auch Heimtiere sind ein Stück Wildtiere!

Was ist das Besondere an Ihrer Art der Heimtierfotografie?

Wenn man nicht versteht, wie die Tiere ticken, dann kann man keine guten Fotos machen. Mir geht es darum zu zeigen, dass die Tiere ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens sind. Sie sind unsere Freunde geworden, sie geben auch dem Leben in der Stadt ein Stück Natur zurück. Und mein Hauptanliegen ist es, sie so zu lassen und zu zeigen, wie sie sind, ohne Kitsch und künstliche Studioarrangements.

Fällt Ihnen eine nette Anekdote aus ihrem spannenden Arbeitsalltag ein?

Einmal habe ich Fotoaufnahmen mit einem Dackel gemacht, der völlig begeistert von Autos war. Sobald sich eine Autotür geöffnet hat, ist er reingesprungen. Als ich mich nach dem Fototermin auf dem Rückweg befand und ich eine Weile auf der Autobahn Richtung München gefahren war, stupst mich plötzlich von hinten eine kalte Hundeschnauze an. Der Ausreißer hatte sich einfach zwischen meine Taschen verkrümelt. Ich habe ihn dann wieder zu seiner Besitzerin gefahren, die schon vollkommen aufgelöst war.

Oder noch eine schöne Geschichte: Ich wollte eine Katze fotografieren, die absolut gelangweilt war und partout keine Lust hatte. Weil es keine Möglichkeit gab sie zu motivieren, bin ich zu einer Bekannten in eine Zoohandlung gefahren, habe eine Maus geliehen und aufs Objektiv gesetzt. Da ist die Katze aufgewacht, hat mit der Tatze ausgeholt und ist auf die Kamera zugesprungen. Die Maus ist vor lauter Schreck in meine Jacke reingehüpft. Ich habe natürlich darauf geachtet, dass ihr nichts passiert. Und das Katzenfoto ist dann sogar ein Coverbild geworden.

Welche Tiere haben Sie am liebsten vor der Kamera?

Gut erzogene Hunde sind absolut „easy going“, mit denen ist es am einfachsten. Die sind bestechlich, die kann ich mit einem Leckerli und einer Belohnung zu allem bewegen. Katzen sind die Diven unter den Models, die mögen keinen Stress, wenn sie keinen Bock haben, gehen sie nach Hause. Auch Fluchttiere wie Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen sind nicht so einfach. Wenn ein Tier schwierig zu fotografieren ist, und ich es dann trotzdem mit viel Einsatz, Fantasie und Improvisation schaffe, ein gutes Foto zu machen, dann ist das natürlich eine besonders Belohnung und ein besonders befriedigender Moment. Am liebsten fotografiere ich Tiere, wenn ich merke, sie haben selber Freude daran!

Weiterführende Links:

Porträt auf starkalender.blog über Monika Wegler

Alle Wegler-Kalender bei Heye: www.heye-kalender.de

Quelle: KV&H Verlag